So wie Walter Benjamin in seinem Werk „Berliner Kindheit um neunzehnhundert“ autobiographisch auf seine Kindheit zurückblickt, erinnern sich hier zwanzig AutorInnen an ihre Berliner Kindheiten.

Da Berlin von jeher von Zugereisten und Durchreisenden geprägt wurde, erwies es sich als sinnvoll, nicht nur AutorInnen einzubeziehen, die ihre ganze Kindheit oder Jugend in Berlin verlebt haben, sondern auch diejenigen, die in Berlin beispielsweise regelmäßig ihre Ferien verbracht haben oder auf Durchreise hier Station machten und bedeutsame Erinnerungen mit der Stadt verbinden.

Entstanden sind zwanzig Originalbeiträge Berliner Kindheiten. Daneben verfassten die AutorInnen einen kurzen Lebenslauf, der einen Berlin-Bezug herstellt.

Peter Abraham
Martin Baltscheit
Katrin Bongard
Heike Brandt
Inge Deutschkron
Martina Dierks
Zoran Drvenkar
Tanja Dückers
Jenny Erpenbeck
Annett Gröschner
Klaus Kordon
Christa Kozik
Sabine Ludwig
Lutz Rathenow
Andreas Steinhöfel
Gregor Tessnow
Anja Tuckermann
Joachim Walther
Michael Wildenhain
Reinhold Ziegler

Einen wissenschaftlichen Blick auf die Kindheit geworfen haben:

Michael Bienert
Michael Bienert hat dem „Text der Stadt“ bereits einige Publikationen gewidmet und kennt sich wie kaum ein anderer auf dem literarischen Stadtplan von Berlin aus. Für diese Spurensuche hat Bienert sich ans literaturwissenschaftliche Reißbrett gesetzt und einen „Pharus-Plan der (Benjaminschen) Kindheit“ entworfen. An drei exemplarischen Orten breitet er eine „mental map“ aus, auf deren Spuren man sich in der Stadt verlieren kann.

Gundel Mattenklott
Die Literaturwissenschaftlerin Gundel Mattenklott zeigt mit ihrem Aufsatz „Kindheit in der Glaskugel“ einen neuen und ungewohnten Zugang zu dem Benjaminschen Text, den sie für die Kindheitsforschung erschließt. Sie öffnet dessen innere Räume, lauscht Geräuschen dieser Kindheit nach, erforscht deren Reime und erlaubt einen neuen Blick in diese Kindheits-Gehäuse.

Berliner Kindheit im zwanzigsten Jahrhundert
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